Name
August Macke
Lebensdaten
1887–1914
Geburtsort
Meschede an der Ruhr
Sterbeort
Perthes-les-Hurlus/Champagne (Frankreich)
GND-Nr.
Biografie
August Macke, am 3. Januar 1887 in Meschede im Sauerland geboren und in Bonn aufgewachsen, begann 1904 ein Studium an der Düsseldorfer Akademie und besuchte zugleich Kurse der dortigen Kunstgewerbeschule. 1907 trat er für einige Monate in das Studienatelier von Lovis Corinth in Berlin ein. Im Juni 1907 unternahm er eine erste Reise nach Paris, wo die Begegnung mit dem Impressionismus für ihn entscheidend wurde und seine Neigung zu einer sinnlichen, farbigen Gestaltung der Wirklichkeit bestärkte. Erst 22-jährig, heiratete Macke Elisabeth Gerhardt, die Nichte des wohlhabenden Berliner Fabrikanten Bernhard Koehler, 1909 in Bonn. Die Hochzeitsreise ging erneut nach Paris, anschließend ließ sich das Paar für ein Jahr am oberbayerischen Tegernsee nieder. Anfang 1910 lernte Macke in München Franz Marc kennen und schloss mit ihm enge Freundschaft. Obgleich Macke im folgenden Jahr nach Bonn zurückkehrte, gehörte er durch die Vermittlung von Marc zum engen Kreis des sich formierenden "Blauen Reiter", lieferte Beiträge für den Almanach und beteiligte sich an den Ausstellungen des Künstlerkreises. Im Oktober 1912 fuhr er mit Franz und Maria Marc nach Paris und besuchte Robert Delaunay. Dem Mystischen und "Geistigen" in der Kunst von Kandinsky und Marc stand er jedoch eher distanziert gegenüber, für ihn war Malen ein kreatives Umgestalten der Natur, die er mit wunderbaren Farbeinheiten im Bild neu aufbaute. Das Themenspektrum seiner Gemälde blieb am Gegenstand orientiert, seine Sujets waren Porträts, Stillleben, aber auch moderne Motive wie Spaziergänger im Zoologischen Garten oder vor Schaufenstern von Modegeschäften. 1913 zog Macke mit seiner jungen Familie für acht Monate in die Schweiz an den Thuner See, wo eine große Zahl seiner reifen Werke entstand. Im Frühjahr 1914 unternahm er zusammen mit Paul Klee und Louis Moilliet jene legendäre Tunisreise, von der er eine Fülle von Aquarellen mitbrachte. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und fiel wenige Wochen später am 26. September 1914 an der französischen Front bei Perthes-lès-Hurlus in der Champagne.

Weitere Werke (30):

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